Fred again.. veröffentlicht gemeinsames Set mit Thomas Bangalter auf YouTube

„10 WEEKS, 10 SONGS, 10 CITIES“ hieß ursprünglich das Motto, das Fred again.. sich für den Release seines Albums „USB002“ erdacht hatte. Zehn Wochen lang jede Woche ein neuer Song, dazu zehn kurzfristig angekündigte DJ-Shows mit illustren Gästen in 10 Städten. Aber da bei Fred again.. nie etwas endgültig und grundsätzlich alles spontan ist, wurden die „USB002“ Tour Anfang des Jahres um finale Residencies in zwei Städten erweitert: sechs Shows im Januar in New York, vier im Februar in London.

Wer das Glück hatte, bei diesen Shows dabei zu sein (Spoiler: wir hatten es), der wird mit Sicherheit das Gefühl haben, einen legendären Moment in der Geschichte der elektronischen Musik erlebt zu haben. Allein in London gaben sich so illustre Gäste wie Underworld, Mike Skinner, Jamie T, Ezra Collective, CA7RIEL & Paco Amoroso, La Roux, Romy, Skream, Benga und noch viele mehr die Ehre. Die Shows dauerten im Schnitt fünf Stunden, während derer Fred again.. vom Moment des Einlasses selbst an den Decks stand und wirkte, als würde er ganz locker eine Runde Freunde um sich versammeln und mit ihnen (und um die 10.000 Fans) eine riesige Party feiern.

Genau das ist es, was Fred again.. so besonders macht: niemand seiner Gäste hatte eine andere Agenda, als einfach für den Spaß an der Freude dabei zu sein. Irgendwie schafft er es, Künstler*innen zu vereinen, die noch nie gemeinsam auf der Bühne standen und solche dazu zu bringen mit ihm aufzutreten, die es nur höchst selten tun oder sehr lange nicht mehr getan haben. La Roux zum Beispiel performte in London zum allerersten Mal live den Skream-Remix ihres Megahits „In For The Kill“, und das zusammen mit Skream persönlich.

Das absolute Highlight stellte jedoch der letzte „USB002“ Abend da, an dem Fred again.. zwei Stunden lang von niemand geringerem als Thomas Bangalter an den Decks begleitet wurde. Es war der zweite öffentliche Auftritt des Daft Punk Mitbegründers als DJ in sechzehn Jahren – und beide Male war es Fred again.., der mit ihm zusammen auflegte.

Für ihr gemeinsames Set hatten die beiden noch nie gehörte Mixe aus Daft Punk Hits und Fred again.. Songs vorbereitet. Gespickt wurde das Ganze mit überraschenden Einwürfen von Prince bis Usher. Am Ende tanzte selbst Bangalter persönlich auf dem Pult, etwas, was man von dem eher introvertiert wirkenden Franzosen nicht wirklich erwartet hätte.

Selten hat ein Saal so getobt wie in dem Moment, als er mit dem Daft Punk Superhit „One More Time“ das Set eröffnete. Fred again.. selbst schreibt dazu auf seinem Instagram:

„I usually have a rule that I don’t watch anything back, I just do the thing, and then try to stay present and just sorta keep working on writing music, like I’ve still never watched our Glastonbury set. Or most things tbh, but yeah with this, I justtttt. Can’t. Stop.“

Und deshalb gibt es das Set von Fred again.. und Thomas Bangalter nun in voller Länge auf YouTube. Es ist so wunderbar mitreißend gefilmt, als wäre man selbst dabei. Was wir persönlich bezeugen können, denn: wir waren dabei. Davon würden wir eigentlich in vielen Jahren noch unseren Kindern erzählen – wenn sie nicht selbst zum Teil dabei gewesen wären.

www.fredagain.com