Blitzinterview mit BLITZKIDS mvt.

BLITZKIDS mvt. sausen dieser Tage mit Blitzgeschwindigkeit von einem Termin zum anderen. Dazwischen ist es uns gelungen, Nomi und Petone ein paar blitzschnelle Fragen zu stellen. Die Antworten kamen auch prompt wie der Blitz. Wir sagen dankeschön!

Was war die erste prägende Erfahrung, die ihr im Zusammenhang mit Musik gemacht habt?

NOMI: Für mich war das, als ich vor vielen, vielen Jahren angefangen habe bei verschiedenen Bands Background zu singen und mit einer bekannteren Band auf einem Festival vor tausenden von Menschen aufgetreten bin. Das war überwältigend. Ich war aber noch nicht einmal so sehr aufgeregt, sondern konnte den Moment richtig genießen.

PETONE: Bei mir war das der Moment, in dem ich festgestellt habe, dass ich an Musik nie die Freude verliere. Im Gegensatz zu vielen anderen Sachen wie Schule oder Ausbildung. Das geht mir bis heute so, dass ich Raum und Zeit vergesse, wenn ich am Computer sitze und Musik produziere.

Kann Musik machen auch Flucht sein?

PETONE: Da müsste ich meine Freundin mal fragen… (lacht) Es ist schon so, dass man beim Musik machen alles um sich herum vergisst. Aber ich muss nichts vergessen, darum geht es mir nicht.

NOMI: Nein, ich sehe sie auch nicht als Flucht.

Was hebt euer beider musikalische Zusammenarbeit von früheren ab?

NOMI: Für mich ist diese Zusammenarbeit zum ersten Mal eine komplett runde Sache geworden. Früher war ich, was meine Stimme angeht, oft Dienstleisterin und habe so gesungen, wie es von mir erwartet wurde. Jetzt habe ich mit Blitzkids meinen eigenen Stil entwickelt, das konnte ich früher nie.

PETONE: Es ist für uns beide einfach das erste Mal, dass wir das, was wir tun nur für uns selbst tun. Und es ist großartig zu sehen, dass es funktioniert und wahrgenommen wird.

Woher glaubt ihr kommt das Vorurteil, Pop könne keine Kunst sein?

NOMI: Ich glaube, in Deutschland findet diesbezüglich im Moment eine Entwicklung statt. Dass man auch dahinter stehen kann, wenn man Pop macht. Das finde ich an den Schweden so toll, die feiern ihre Künstler ganz anders, Robyn zum Beispiel. So etwas könnte Deutschland auch gebrauchen. Pop ist doch kein Schimpfwort!

PETONE: Ich glaube ehrlich gesagt auch, dass das ein deutsches Phänomen ist. In England ist das auch ganz anders.

Wofür gebt ihr zu viel Geld aus?

NOMI: Ganz klar, für Klamotten. Viel zu viel!

PETONE: Essen gehen.

NOMI: Dafür kann man nie zu viel Geld ausgeben.

Gibt es einen Rat, den eure Eltern euch mit auf den Weg gegeben haben, den ihr genau so an eure Kinder weitergeben würdet?

NOMI: Ne, eigentlich nicht. Meine Eltern haben mir ganz viele Freiheiten gelassen und mich ganz viel selber herausfinden lassen. Das hat gut funktioniert.

PETONE: Ich denke, dass meine Eltern mich unbewusst antiautoritär erzogen haben. Ausgesprochene Leitsätze gab es nicht, aber man lebt ja mit seinen Eltern zusammen. Meine Eltern sind grundsolide, ehrliche Menschen. Das ist bei mir hängen geblieben.

Womit kommt ihr besser klar, Hitze oder Kälte?

NOMI: Hitze!

Womit denkt ihr, könntet ihr besser leben, blind sein oder taub sein?

NOMI: Blind sein, natürlich! Taub sein wäre das allerschlimmste. Wenn ich taub wäre, könnte ich ja nicht mehr singen. Ich möchte beides nicht sein, aber taub auf keinen Fall.

PETONE: Ich war schon einmal zehn Tage taub. Da lag ich im Krankenhaus und hatte eine OP. Von daher weiß ich wie das ist und möchte es nicht noch einmal haben.

Interview: Gabi Rudolph
Foto (c) Björn Jonas

https://www.blitzkids.eu/