
2025 war ein Jahr der klaren Handschriften und mutigen Richtungswechsel. Große Namen nutzten ihre Reichweite, um künstlerische Grenzen neu zu vermessen, während Pop, Elektronik, Rap und Alternative so eng miteinander verzahnt waren wie selten zuvor. Von der emotionalen Wucht bei Florence + The Machine über die futurale Fragilität von FKA twigs bis zur radikalen Club-Energie von Skrillex, Fred again.. und Barry Can’t Swim, der introspektiven Weite von Bon Iver und Dijon, Rosalías globalem Selbstverständnis, Loyle Carners außergewöhnlich emotionalem Hip-Hop und Little Simz’ messerscharfer Präzision: Diese Alben erzählen davon, wie vielseitig und lebendig das Jahr 2025 für uns klang.
Rosalía „Lux“
Mit „Berghain“ legte sie eine der originellsten Singles des Jahres vor. Auf „Lux“ sprengt Rosalía gleichermaßen Genregrenzen und Emotionen.

Sam Fender „People Watching“
Auf seinem dritten Album entfaltet Sam Fender seine volle musikalische Reife und emotionale Tiefe. Außerdem durften wir bei seinem Heimspiel im St. James‘ Park Stadion in Newcastle dabei sein.

Dijon „Baby“
Der US-amerikanische Singer-Songwriter schafft auf seinem zweiten Album „Baby“ seine ganz eigene Lücke. Bereits im Januar 2026 kommt er für zwei Konzerte nach Deutschland.

FKA Twigs „EUSEXUA“
„EUSEXUA“ ist mehr als ein Album, es ist ein ganz eigenes Konzept, das hinter dem aktuellen Werk von FKA Twigs steckt. Ende des Jahres legte sie mit „EUSEXUA Afterglow“ bereits den zweiten Teil nach, im Sommer 2026 kommt sie erneut auf Tour. Unsere Rezension zu „EUSEXUA“ lest ihr hier.

Self Esteem „A Complicated Woman“
Auch Rebecca Lucy Taylor aka Self Esteem kreierte dieses Jahr mit ihrem neuen Album „A Complicated Woman“ ein ganzes Konzept aus Live-Shows, die einer Theaterinszenierung ähneln, Literatur und starken Statements. Unser Interview lest ihr hier.

Jasmine.4.t. „You Are The Morning“
Jasmine.4.t. schafft mit ihrer Musik und ihren Konzerten einen Ort, an dem sich queere junge Menschen aller Identitäten sicher fühlen können. Unser Interview lest ihr hier.

CMAT „Euro Country“
Für Ciara Mary-Alice Thompson aka CMAT war es ein kometenhaftes Jahr. Ihr aktuelles Album „Euro Country“ katapultierte die vielseitige und höchst originelle Künstlerin endgültig in den internationalen Pophimmel. Und dabei ist sie wie die gute Freundin, die immer ein offenes Ohr, einen Ratschlag oder zumindest ein Pint für einen hat.

Barry Can’t Swim „Loner“
Das zweite Album des schottischen DJs, Producers und Musikers beweist, dass elektronische Musik weit mehr als nur Momente für den Dancefloor schafft.

Bon Iver „Sable Fable“
Justin Vernon aka Bon Iver hat dieses Jahr die Vermutung geäußert, dass „Sable Fable“ eventuell sein letztes Album gewesen sein könnte. Wenn dem so wäre, dann würde er ein Werk hinterlassen, mit dem wir auf ewig glücklich wären. Aber ein bisschen Hoffnung, dass dem nicht so ist, haben wir natürlich trotzdem.

Lorde „Virgin“
Lordes neues Album versetzt ihr Songwriting auf den Dancefloor und ist gleichzeitig ein emotionaler Befreiungsschlag. Unseren Bericht vom Berlin Konzert lest ihr hier.

Little Simz „Lotus“
So schlau, so mitreißend, so intro- und extrovertiert zugleich.

Skrillex „Fuck U Skrillex You Think Ur Andy Warhol but Ur Not!! <3“
Schon mal schlagartig nachts um zwei wach geworden mit tausenden von Gedanken gleichzeitig im Kopf? Genau so klingt Skrillex‘ aktuelles Album. Kaum jemand schafft es derart absurd virtuos, 34 Songs in 46 Minuten zu packen.

Florence + The Machine „Everybody Scream“
Florence ist zurück, verhext uns und bringt uns zum Schreien. Mehr muss man dazu gar nicht sagen.

Pulp „More“
Das erste Pulp Album seit 24 Jahren ist der perfekte Soundtrack fürs Erwachsensein zwischen Bauernmärkten, Pendlerzügen, ruhige Kneipen und Wohltätigkeitsläden. Unsere Kritik lest ihr hier.

Loyle Carner „Hopefully!“
Selten klang Hip-Hop so wenig nach klassischem Hip-Hop und gleichzeitig so hoffnungsvoll.

HAAI „Humanise“
Zwischen sphärischen Popsongs und Dancefloor-Bangern: Musikerin und Producerin HAAI beweist ebenfalls, wie vielseitig und anspruchsvoll elektronische Musik sein kann.

Addison Rae „Addison“
Auch Addison Rae gehört zu den Durchstartern des Jahres. Mit ihrem Debütalbum wurde sie ratzfatz zum begehrten Festival-Headline-Act.

Sammy Virji „Same Day Cleaning“
Sammy Virji bringt den Dubstep zurück auf die großen Tanzflächen. Im April 2026 könnt ihr ihn live in Berlin erleben.

One OK Rock „Detox“
Das neue Album der japanischen Rockband ist ein wahres Wechselbad der Gefühle.

Djo „The Crux“
Spätestens seit dem Start der 5. Staffel „Stranger Things“ dürfte wohl jeder wissen, wer hinter Djo steckt. Bei seinem Konzert in Berlin hat Joe Keery jedoch ganz lässig gezeigt, dass er sich von seinem Alter Ego Steve Harrington längst freigeschwommen hat.

Lambrini Girls „Who Let The Dogs Out“
Der Preis für das lauteste Album des Jahres geht an das britische Punk-Duo Lambrini Girls. Politisch, sozialkritisch und humorvoll – wir feiern ihre „Cuntology“!

Kettama „Archangel“
Der irische DJ, Musiker und Produzent macht sowohl musikalisch als auch Image-technisch gern ein wenig auf böser Bube. Aber wie er bei seinem Auftritt in Berlin die irische Flagge geschwenkt hat, die ihm das (geschätzt zu 90 Prozent irische) Publikum zugeworfen hat, das war schon auch ein bisschen niedlich.

Fred again.. „USB002“
Freds „USB“ Projekt ist das Album das wächst und wächst und wächst. Es wird uns sicher auch 2026 noch eine Weile begleiten.

Lily Allen „West End Girl“
Als Lily Allen Fans der ersten Stunde war es für uns das Comeback des Jahres. Popkulturelles Phänomen des Jahrzehnts oder persönliche Abrechnung? Beides! Lily Allen ist zurück, und zwar wie!

Lady Gaga „Mayhem“
Größer als bei Lady Gaga wird Popmusik wahrscheinlich auch im nächsten Jahr nicht.

Jin „Echo“
Das älteste BTS Mitglied zeigte hier, was musikalisch in ihm steckt, mal rockig mal gefühlvoll und stets mit der vertrauten samtigen Stimme, die einen komplett einlullt. Highlight: Die beiden Live-Shows in Amsterdam, bei denen wir mit dabei sein durften.
