
Der Eurovision Song Contest 2026 ist vorbei. DARA aus Bulgarien hat sich mit ihrem Song “Bangaranga” die ESC-Krone gesichert, der erste Sieg für das Balkanland beim Eurovision Song Contest.
Für mich ging es am Samstag direkt aus der ESC-Stadt Wien weiter nach Karlsruhe zur offiziellen „SWR3 Eurovision Party“. Nachdem ich in Wien bereits das zweite Halbfinale sowie die Jury Show des Finales live erlebt hatte, stand somit zum Abschluss der ESC-Woche noch einmal ein komplett anderes Eurovision-Erlebnis auf dem Programm.
Das große ESC-Finale bot auch in diesem Jahr wieder genau das, was den Wettbewerb seit Jahrzehnten so besonders macht: eine bunte Show voller großer Emotionen und vieler erinnerungswürdiger Momente. Von energiegeladenen Partyhits bis hin zu emotionalen Balladen und Rockhymnen war musikalisch nahezu alles vertreten.
Während in Wien am Abend schließlich das große Finale über die Bühne ging, wurde auch in Karlsruhe alles für einen langen ESC-Abend vorbereitet. Schon vor Beginn des eigentlichen Public Viewings durfte ich gemeinsam mit anderen Journalistinnen und Journalisten an einer Backstage-Führung durch die Schwarzwaldhalle teilnehmen. Produktionsleiter Thorsten Hubrich gab dabei spannende Einblicke in die technischen Abläufe hinter der Veranstaltung. Besonders interessant war der Blick in die Bild- und Tonregie, von wo aus mehrere Kameras, vorbereitete Drohnenaufnahmen sowie die ARD-Schalten koordiniert wurden. Auch viele kleine Details einer TV-Produktion wurden sichtbar – von der Lichtsteuerung bis hin zu speziellen Bühnenbelägen mit Antirutschprofil.
Bereits vor dem eigentlichen Finale wurde die Halle musikalisch auf den Abend eingestimmt. Der deutsche ESC-Teilnehmer von 2018, Michael Schulte, der Deutschland damals mit „You Let Me Walk Alone“ einen starken vierten Platz bescherte, spielte ein rund 25-minütiges Live-Set mit mehreren Songs. Auch die ESC-2025-Teilnehmer, das Wiener Geschwisterpaar Abor & Tynna, standen anschließend auf der Bühne und heizten die Vorfreude auf das ESC-Finale weiter an.

Mit über 3.000 Besucherinnen und Besuchern entwickelte sich die Halle anschließend zu einer riesigen ESC-Fanparty. Besonders bei den stimmungsvollen Beiträgen wurde es laut – vor allem Griechenland, Moldau, San Marino und auch der spätere Sieger Bulgarien sorgten für ordentlich Partyatmosphäre. Dabei war es spannend, die Finalshow aus einer völlig anderen Perspektive zu erleben. In der Wiener Stadthalle hatte ich zuvor alle Finalauftritte während der Juryshow hautnah miterlebt – für mich jedes Jahr eines der absoluten Highlights der gesamten ESC-Saison. Die besondere Atmosphäre direkt in der Arena, die Reaktionen des Publikums und die Wirkung der Performances live vor Ort unterscheiden sich am Ende doch noch einmal deutlich vom Fernseherlebnis.
Nach dem gemeinsamen Public Viewing in Karlsruhe verfolgte ich die Punktevergabe schließlich etwas ruhiger aus dem Hotel. Wir schicken herzliche Glückwunsche nach Bulgarien – und freuen uns bereits jetzt auf Sofia 2027!
