
Drei Jahre nach ihrem für einen Grammy nominierten Album „I Inside the Old Year Dying“ meldet sich PJ Harvey mit neuer Musik zurück. Die Single „Voyager“ gibt einen ersten Einblick in das nächste Kapitel ihrer außergewöhnlichen Karriere und erscheint über Partisan Records.
Der Song entstand ursprünglich für die „Emergence“-Tour des Physikers Brian Cox. Aufgenommen mit einem vollständigen Orchester in den Miraval Studios, trägt „Voyager“ seinen Namen in Anlehnung an die legendären NASA-Sonden, die seit 1977 durch den interstellaren Raum reisen und mit der „Voyager Golden Record“ eine Botschaft der Menschheit ins All tragen.
Musikalisch entfaltet der Track eine faszinierende Weite: Schwebende Streicherarrangements treffen auf pulsierende Synthesizer-Klänge und erzeugen eine Atmosphäre zwischen Kälte und Wärme, Distanz und tiefer Menschlichkeit. PJ Harvey richtet den Blick dabei auf unsere fragile Existenz im Universum, den Menschen als winzigen „blassblauen Punkt“ im unendlichen Raum.
Über den Song sagt PJ Harvey selbst:
„Ich freute mich auf die Herausforderung, ein Lied aus der ‚Perspektive‘ von Voyager 2 zu komponieren. Die Raumsonde und ihre Reise faszinieren mich schon lange, und ich fragte mich: Was würde sie uns wohl sagen, wenn sie könnte? Dieser Ansatz lieferte mir die nötige Inspiration für die Entwicklung des Songs.
Das Stück war bereits im Rahmen der Arbeit an meinem neuen Album entstanden. Als mich Professor Brian Cox also bat, ein Werk für seine neue Sendung zu schreiben, schickte ich ihm eine Sprachnotiz des Songs, um zu sehen, ob er ihn ansprach. Sofort kamen ihm dabei die Voyager-Sonden in den Sinn sowie der Klang ihres Signals, das zur Erde zurückgesendet wird. Ausgehend von diesen Ideen entwickelte ich den Song weiter und besprach mit Dario Marianelli eine orchestrale Begleitung.
Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis; es ist wunderbar zu hören, wie die Orchesterpartitur meiner Musik eine solche Weite verleiht. Die Recherche zur Geschichte und Reise von Voyager 1 und 2 hat mir großen Spaß gemacht, und ich habe mich gefreut, den großartigen Carl Sagan im Song zitieren zu können – insbesondere seine berühmte Beschreibung unseres zerbrechlichen und wunderschönen ‚blassblauen Punktes‘.“
