Berlinale 2026: Bisherige Programm-Highlights

Charli XCX in „The Moment“ von Aidan Zamiri

Das Programm der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin nimmt weiter Form an. Inzwischen sind zahlreiche Filme angekündigt, unter anderem aus den Sektionen Generation, Classics, Berlinale Shorts und Berlinale Special. Das Programm der Sektion Panorama ist bereits komplett. Hier die News im Überblick.

Panorama:

Die Sektion Panorama versammelt in diesem Jahr insgesamt 37 Filme aus 36 Ländern. Eröffnet wird sie mit „Only Rebels Win“ von Danielle Arbid mit Hiam Abbass in der Hauptrolle. Die Sektion setzt erneut auf formale Vielfalt, emotionale Tiefe und politisch wie gesellschaftlich relevante Perspektiven – von Liebesgeschichten als Gegenwartsdiagnose über Filme zu Migration, Exil und Überlebenskämpfen bis hin zu starken feministischen und queeren Positionen.Zu den prägenden Namen im diesjährigen Programm zählen u.a. das koreanische Berlinale-Urgestein Hong Sangsoo, Joaquín del Paso, André Novais Oliveira, Elle Sofe Sara, Mahnaz Mohammadi und Marcelo Martinessi.

Auch prominent besetzte Produktionen prägen das Line-up: Neben Alexander Skarsgård, Sophie Okonedo, Valerie Pachner oder Fiona Shaw ist besonders Charli xcx hervorzuheben.Die Pop-Ikone steht im Zentrum von „The Moment“ von Aidan Zamiri – einer Mockumentary, die feministische Selbstermächtigung mit einem selbstironischen Meta-Kommentar auf das Musikbusiness verbindet und zu den popkulturell spannendsten Beiträgen des Panorama zählt.

Alle Filme im Überblick findet ihr hier.

„Die Blutgräfin“ von Ulrike Ottinger

Berlinale Special:

Das Berlinale Special zählt auch dieses Jahr wieder zu den vielseitigsten Sektionen der Internationalen Filmfestspiele Berlin und verbindet glamouröse Gala-Premieren mit Genre-, Serien- und Dokumentarfilm-Highlights. Insgesamt umfasst das Programm 19 Werke aus 15 Ländern, darunter sechs Dokumentarfilme sowie ein umfangreiches Serienprogramm mit sechs Titeln. Der noch nicht angekündigte Eröffnungsfilm wird das Line-up komplettieren.Teodora Ana Mihai beleuchtet in „Heysel 85“ die Tragödie im Heysel-Stadion, während Ulrike Ottinger gemeinsam mit Elfriede Jelinek und Isabelle Huppert in „Die Blutgräfin“ Horror-Elemente mit schwarzem Humor verbindet.

Weitere Highlights sind internationale und europäische Premieren mit Stars wie John Turturro, Steve Buscemi, Ethan Hawke, Russell Crowe, Sam Rockwell, Juno Temple und Zazie Beetz. Ergänzt wird das Gala-Programm durch die deutsche Premiere des Oscar-Anwärters „The Testament of Ann Lee“ von Mona Fastvold.Genre- und Popkultur-Fans kommen bei blutigen Body-Horror-Spätvorstellungen sowie einer energiegeladenen Dokumentation über Judas Priest auf ihre Kosten. Das dokumentarische Kino ist auch darüber hinaus prominent vertreten – mit neuen Arbeiten von Maite Alberdi, Ruth Beckermann und Sam Pollard sowie der investigativen internationalen Premiere „Who Killed Alex Odeh?“.

Das bisherige Programm im Überblick findet ihr hier.

„Sunny Dancer von George Jaques

Generation:

Die Sektion Generation eröffnet mit George Jaques’ „Sunny Dancer“ im Wettbewerb 14plus, einer Komödie über eine junge Frau (Bella Ramsey), die nach überstandener Krebserkrankung den Sommer in einem Camp für Jugendliche mit ähnlichen Erfahrungen verbringt. Den Wettbewerb Kplus eröffnet Eliza Capais „A Fabulosa Máquina do Tempo“, ein brasilianischer Dokumentarfilm, der die Lebensrealitäten von Mädchen in einem wirtschaftlich benachteiligten Dorf zeigt und die Protagonistinnen aktiv in die Mitgestaltung des Films mit einbezieht.Insgesamt umfasst das Programm der beiden Wettbewerbe 18 Lang- und 23 Kurzfilme aus 31 Produktionsländern, darunter 30 Weltpremieren und zehn Langfilmdebüts. Die Filme bewegen sich zwischen fantasievollen Coming-of-Age-Geschichten, multiperspektivischen Familiendramen und innovativem Genrekino.

Zudem reflektiert das Programm gesellschaftliche und politische Fragen: Sandulela Asandas „Black Burns Fast“ erzählt queere, Schwarze Selbstfindung in einer Internatskomödie, Victoria Linares’ Horrorfilm „No Salgas (Don’t Come Out)“ thematisiert lesbische Lebensrealitäten, und Diego Funtes verwandelt in „Matapanki“ das SuperheldInnenGenre in ein punkiges Manifest. Dokumentarische Arbeiten wie „What Will I Become?“ von Lexie Bean und Logan Rozos widmen sich trans Identitäten und dem Leben junger Menschen, die gesellschaftlich oft an den Rand gedrängt werden. Mit dieser Auswahl unterstreicht die Sektion Generation erneut seinen Anspruch, Kino als Ort der Diversität, Perspektivenvielfalt und Jugendkultur zu zeigen. 

Filmfans zwischen 14 und 25 Jahren, die den Generation Badge – 14plus erworben habenkönnen sich außerdem auf ein umfangreiches Rahmenprogramm freuen.

Alle Filme im Überblick findet ihr hier.

Das gesamte Berlinale Programm inklusive Spielzeiten und -stätten wird am 3. Februar veröffentlicht.

www.berlinale.de