Noah Cyrus im Interview

noahcyruspr_1479830928_1479831052_1479831052-jpgWenn man sich ansieht, was Noah Cyrus in ihrem gerade mal 17 Jahre jungen Leben schon so alles gemacht hat, dürften selbst erfahrene Showbiz-Hasen mit den Ohren schlackern. Mit drei Jahren stand sie das erste Mal vor der Kamera, tanzte in diversen Musikvideos, trat in Fernsehshows auf und lieh als Synchronsprecherin unter anderem dem Goldfischmädchen „Ponyo“ in dem gleichnamigen Anime-Film ihre Stimme. Geboren ist sie in Nashville, am selben Tag wie Elvis Presley – die Sterne dürften also auch gut stehen. Jetzt, 2017, stehen bei Noah alle Zeichen auf Veröffentlichung des ersten eigenen Albums. Gut los geht’s schon mal: Über 30 Millionen (!!!) Views verzeichnet das Video zur ersten Single „Make Me (Cry)“ inzwischen, die Noah zusammen mit dem britischen R&B Musiker Labrinth aufnahm – die zu allem Überfluss auch noch richtig gut ist. Und ja, wer bei Noahs Nachname gestutzt hat, sie ist natürlich die jüngere Schwester von Miley Cyrus. In der Familie wird Talent offensichtlich mit Schneeschippen ausgegeben.
Wenige Tage vor Weihnachten habe ich mit Noah ein kurzes Telefonat geführt, sie Zuhause bei ihrer Familie in Los Angeles, ich im dunklen, kalten Berlin. Allzu viel wollte sie zu ihrem kommenden Album noch nicht verraten, aber dass dieses Jahr für sie ein spannendes wird, kaufe ich ihr ohne Probleme ab.

Guten Morgen! Du bist ja gerade erst aufgestanden. Ich bin ein bisschen neidisch, hier in Berlin ist es schon Abend, sehr dunkel und sehr kalt.

Oh, aber hier ist es heute auch eher grau, ganz wolkiger Himmel (lacht).

Erzähl mal, wie geht es dir gerade?

Es geht mir ganz wunderbar! Ich habe ja gerade meine erste Single „Make Me (Cry)“ zusammen mit Labrinth veröffentlicht. Die Resonanz darauf ist der Wahnsinn. So viele Leute haben schon das Video auf Youtube gesehen! Jetzt haben Labrinth und ich gerade ganz frisch eine Akustik Version von dem Song aufgenommen. Ich finde, das ist sehr, sehr schön geworden.

Ja, ich habe es gesehen, ist toll geworden! Ich finde es ein absolutes Qualitätsmerkmal, wenn Popsongs auch in so schlichtem Gewand funktionieren.

Danke! Ja, das finde ich auch. Ich bin sehr stolz darauf.

Und im Moment arbeitest du an deinem ersten Album? Was dürfen wir da denn erwarten?

Ja, ich bin mitten drin an der Arbeit. Ich kann noch nicht so viel darüber sagen, es ist alles noch ein großes Geheimnis. Aber es wird sehr cool werden! Ich arbeite mit verschiedenen Leuten und experimentiere mit verschiedenen Stilen. Es ist sehr spannend.

Hast du denn schon ein Release-Date oder einen ungefähren Zeitplan wann du fertig sein wirst?

Nein, ein Release-Date gibt es noch nicht. Aber das Album hat dieses Jahr für mich absolute Priorität und ich werde so lange daran arbeiten, bis es genau so ist wie es sein soll.

Du hast in deinen jungen Jahren ja schon sehr viel gemacht. Schauspielerei, Synchronsprechen, tanzen… Was war für dich der Ausschlaggeber zu sagen, jetzt ist es soweit, jetzt mache ich meine eigene Musik?

Das war bereits 2014, als Ben Howards Album „I Forget Where We Were“ raus kam. Das Album ist einfach der Wahnsinn, ich liebe es so sehr! Es hat mich so bewegt und inspiriert, dadurch kam der Wunsch, meine eigenen Songs zu schreiben.

Hast du noch weiter musikalische Vorbilder?

Definitiv Lady Gaga. Sie ist mein großes Vorbild.

Wie findest du ihr neues Album? Viele kritisieren sie ja dafür, dass ihre neuen Songs diesen Country Touch haben und halten sie für Fake. Deine Familie kommt ja aus Nashville, wie siehst du das?

Ach, was das ist Quatsch! Ich liebe „Joanne“! Es ist ein großartiges Album.

Habt ihr euch schon einmal getroffen?

Nein, leider nicht. Aber sie wäre auf jeden Fall auch jemand, mit dem ich sehr, sehr gerne einmal zusammen arbeiten würde. Das wäre ein großer Traum!

Hast du sonst noch Pläne für 2017? Oder so etwas wie gute Vorsätze?

2017 wird sich alles um meine Musik und mein erstes Album drehen. Erst wenn das fertig ist, mache ich mir Gedanken um andere Sachen. Ich freue mich sehr drauf und bin gespannt, was das Jahr bringen wird.

Interview: Gabi Rudolph

www.facebook.com/NoahCyrus